Public relations in Austria 2015 - An international benchmark

Autoren: Ansgar Zerfaß, Markus Wiesenberg, Universität Leipzig, PRVA, EUPRERA, EACD und Prime Research.

Erschienen auf: http://prva.at

Im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes "European Communication Monitor" werden jährlich mehr als 2.200 Kommunikationsprofis aus PR-Agenturen und PR-Abteilungen von Unternehmen europaweit in 41 Ländern online zum Status und den Perspektiven Ihrer Arbeit befragt. Am 7. September wurde der Österreich-Report von PRVA und dem Studienleiter Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig in Wien präsentiert.

Der Österreich-Report beruht zwar nur auf 85 befragten Kommunikations-ExpertInnen, liefert aber trotzdem einige grobe Einblicke in den Status und die Zukunft der strategischen und operativen PR, wie sie von den handelnden Personen selbst eingeschätzt werden. Generalisierungen auf die gesamte Branche sind aber wegen der kleinen Fallzahl und somit deutlich eingeschränkten Repräsentativität nicht zulässig.

Fazit: Die befragten PR-ExpertInnen sehen in der Zukunft der Zusammenarbeit mit Medien weniger, dass bezahlte Inhalte (37%) oder unbezahlte Inhalte (51%) an Bedeutung für die Öffentlichkeitsarbeit gewinnen, sondern vor allem strategische Partnerschaften (also co-produzierte Inhalte) - und zwar sehen das 73% der Befragten. Damit sind die befragten österreichischen PR-Expertinnen deutlich stärker in diese Richtung orientiert als der europäische Schnitt (61%).

84% der Befragten sehen eine große Notwendigkeit Content Strategien für die Verbreitung von Inhalten zu den Zielgruppen zu entwickeln, aber nur 49% geben an, solche Strategien auch tatsächlich anzuwenden. Ähnliches gilt für Brand Journalism, also Content in journalistischer Manier aufzubereiten, um die Marke zu promoten und zu stärken. Zwei Drittel der befragten PR-ManagerInnen geben an, dass dies wichtig wäre, aber nur ein Drittel setzt dies auch in der täglichen Arbeit ein und um.

Als wichtigste Aufgabe der Unternehmens-Kommunikation sehen die Befragten "building und maintaining trust" (44%). Knapp neun von zehn Befragten geben an, eine grundsätzliche Kommunikations-Strategie implementiert zu haben, damit liegt man im europäischen Spitzenfeld.

In Bezug auf Techniken des "organizational listenings" geben 96% an, regelmäßig Media Monitoring durchzuführen. Dahinter folgen Social Media Monitoring (54%) und Issue Monitoring (49%). Stakeholder Research wird nur von knapp einem Drittel der befragten PR-Verantwortlichen betrieben. Damit liegt man im Bereich Media Monitoring deutlich über dem europäischen Schnitte, in Sachen Social Media Monitoring oder Stakeholder Research aber klar unter dem europäischen Mittelwert.

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