European Communication Monitor 2015

Autoren: Ansgar Zerfass, Dejan Verčič, Piet Verhoeven, Angeles Moreno & Ralph Tench

Erschienen auf: http://www.communicationmonitor.eu/

Die European Association of Communication Directors (EACD) führt seit 2007 unter der Leitung von Ansgar Zerfaß regelmäßige Online-Befragungen mit Kommunikationsverantwortlichen in PR-Abteilungen und Agenturen aus 41 europäischen Ländern durch. Für den Report 2015 wurden die Antworten von 2.253 Kommunikationsmanagern ausgewertet.

Fazit:

Fast zwei Drittel der Befragten (61%) glauben, dass strategische Partnerschaften mit Massenmedien an Bedeutung für die Unternehmenskommunikation gewinnen werden. In Bezug auf PR sehen dies nur 57% und in Bezug zu Werbung nur 33%.

Als wichtigste Aufgabe des Kommunikationsmanagements sehen die PR-Verantwortlichen vor allem die Verknüpfung von Unternehmens- und Kommunikationsstrategie an (43%), gefolgt von der Integration der digitalen Entwicklung und Social Media und der Bildung und Erhaltung von Vertrauen (je 37%). Für die österreichischen Befragten ist die Vertrauensbildung sogar die wichtigste Kernaufgabe der Kommunikation, ebenso wie in Slowenien, Schweden und den Niederlanden.

Regelmäßiges Media Monitoring (96%) und Social Media Monitoring (54%) werden in Österreich betrieben, wenn es um „Listening“-Strukturen geht. Alle anderen Techniken jedoch werden nur von einer Minderheit der Kommunikationsverantwortlichen regelmäßig herangezogen: z.B. Issue Monitoring und Management (49%) oder Stakeholder-Research (32%).

Das Messen und Evaluieren von Kommunikation wird vor allem dazu eingesetzt, „den Erfolg der Kommunikationsaktivitäten zu messen“ (66%), „zukünftige Aktivitäten zu planen" (63%), „den Wert der Kommunikation dem Vorstand zu erläutern“ (60%) und um "Ziele und Kommunikationsstrategie zu entwickeln“ (58%).

In einer statistischen Analyse wird in der Untersuchung auch festgehalten, dass etwa „exzellente“ Kommunikatoren (mit viel Kompetenz, Erfolg und Einfluss) deutlich häufiger und intensiver die Techniken des Messens und Evaluierens anwenden als die übrigen Kommunikatoren.

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