Generic frame building in the 2008 Austrian elections

Autoren: Günther Lengauer und Iris Höller
Erschienen in: Public Relations Review, August 2013

Der Focus dieser wissenschaftlichen Analyse liegt auf sogenannten Generic Frames, also Erzählmustern, die die Wahlkampfkommunikation rahmen und entsprechend aufladen. Dabei werden die Negativität, die Konflikthaltigkeit, die Unterhaltungszentrierung (Politik als Wettkampf/Spiel) und die Dramatisierung von Partei-Presseaussendungen und TV- und Tageszeitungsberichten nicht nur verglichen, sondern es wird statistisch im Rahmen einer Time-Series-Analysis geprüft, ob es einen signifikanten Einfluss der politischen PR auf die Folgeberichterstattung in den Medien gibt.

Fazit: Sowohl die Berichterstattung als auch die politische PR im österreichischen Wahlkampf lassen sich als überwiegend „antagonistisch“ (also eher konflikthaltig und negativ) und als „substanziell“ (also eher sachorientiert und entdramatisiert) beschreiben. Überraschend ist dabei, dass die politische PR noch stärker von Konfrontativität und Unterhaltung geprägt ist als die Folgeberichterstattung in den Medien. Politische PR beeinflusst nachweislich vor allem die Unterhaltungszentrierung (Game und Drama) in der Medienberichterstattung, während Negativität und Konfliktzentrierung auch ohne gesetzte PR-Impulse im Zentrum der Berichterstattung im Wahlkampf stehen.

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