Das Google-Dilemma – Ergebnisse einer JournalistInnenbefragung

Autoren: Prof. Dr. Carsten Rennhak, Universität der Bundeswehr München

Erschienen online: www.unibw.de

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Carsten Rennhak befragten im Oktober 2013 Master-StudentInnen 1.608 JournalistInnen (Print, TV, Online, Radio) in ganz Deutschland in Form einer Querschnittsstudie online zu ihren Rechercheroutinen und ihrem Verhältnis zu Akteuren der Organisationskommunikation.

Fazit: Das wichtigste Recherchetool für die befragten JournalistInnen sind Internet-Suchmaschinen (31%), gefolgt von persönlichen Kontakten (27%) und Vor-Ort-Recherche (22%). Pressemitteilungen (15%) und Unternehmens-Websites (4%) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Mehr als zwei Drittel der Befragten sehen allerdings die im Netz angebotene Information als oftmals nicht ausreichend an.

Mehr als vier von zehn Presseaussendungen von Unternehmen werden von den befragten JournalistInnen ungelesen gelöscht, aber jede zweite wird zumindest überflogen.

Mehr als ein Drittel aller JournalistInnen sehen PressesprecherInnen und PR-Leute primär als Partner. Nur etwa jeder sechste Befragte sieht PressesprecherInnen eher als Gegner. Außerdem sehen mehr als 40 Prozent eine Verbesserung des Verhältnisses, während nur etwa halb so viele eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Journalismus und PR attestieren. Vier von zehn JournalistInnen geben an, dass man sich auf die Aussagen von Pressestellen grundsätzlich verlassen kann.

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