Studie: Media-Qualitäten 2015

Autoren: Bettina Müller (IFES), Christoph Tschuchnik (IFES) und Peter Bachler (HTS)

Erschienen auf: www.media-analyse.at

Für die Studie des Vereins ARGE Media-Analysen zu qualitativen Eigenschaften der Mediennutzung in Österreich wurden zwischen September und Dezember 2015 insgesamt 3.087 Interviews durchgeführt. Abgefragt wurden Medien(-gattungen) nach rationalen sowie emotionalen Nutzungsmotiven, die persönliche Bindung, die Aufmerksamkeit bei der Nutzung sowie wahrgenommene Werbung. Die Ergebnisse sollen - neben quantitativen Reichweitendaten - eine bessere Bewertung von Mediengattungen ermöglichen.

Fazit: In Bezug auf rationale Nutzungsmotive (z.B. „bringt mich auf den neuesten Stand über Dinge, die für mich relevant sind“, „hilft mir, Dinge besser zu verstehen“, „motiviert mich, meine eigene Sichtweise darzustellen“) werden Social Media-Plattformen mit Abstand am höchsten eingestuft. Dahinter folgen Medien-Websites und Printmedien. Die niedrigsten Bewertungen gibt es für Radio sowie Fernsehen. Innerhalb der Printmedien werden Tageszeitungen mit Abstand am höchsten bewertet, regionale Wochenzeitungen am niedrigsten.

Auch im Hinblick auf emotionale Nutzungsmotive (z.B. „regt mich an, inspiriert mich“, „entspannt mich“, „macht mir Spaß“, „treibt mich an“) bewerten die Befragten Social Media-Plattformen am höchsten. Knapp dahinter folgen Radio sowie Fernsehen. Deutlich niedriger werden Printmedien sowie Medien-Websites eingestuft. Innerhalb der Printmedien schneiden auch hier die regionalen Wochenzeitungen im Vergleich zu Tageszeitung und Magazinen unterdurchschnittlich ab.

Nach Bindungsmotiven gefragt (z.B. „gehört aus Gewohnheit dazu“, „würde ich weiterempfehlen“, „in einer ähnlichen Situation würde ich es wieder hören/lesen/sehen/nutzen wollen“) stufen die Befragten erneut Social Media-Plattformen am höchsten ein, gefolgt von Radio, Fernsehen, Medien-Websites und dem Schlusslicht Printmedien. Hier zeigen sich in den Abstufungen zwischen den Mediengattungen im Gegensatz zu den Nutzungsmotiven deutlich geringere Bewertungsunterschiede.

Auch bei der Aufmerksamkeit bei der Mediennutzung werden ebenso Social Media-Plattformen am höchsten eingestuft, gefolgt von Fernsehen, Medien-Websites und Printmedien. Mit deutlichem Abstand wird Radio am niedrigsten bewertet. Innerhalb der Printmedien zeigen sich große Unterschiede bei der Bewertung. So wird bei Tageszeitungen eine hohen Aufmerksamkeit bei der Nutzung angegeben, bei regionalen Wochenzeitungen ist die Aufmerksamkeit hingegen gering.

Den mit Abstand höchsten Werbeanteil sehen die Befragten bei Printmedien. Dahinter folgen Social Media, Radio sowie Fernsehen, den geringsten wahrgenommenen Werbeanteil attestieren die StudienteilnehmerInnen bei Medien-Websites.

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