Social Journalism-Studie 2014/15

Autoren: Cision und Canterbury Christ Church University.

Erschienen auf: www.cision.com/de/blog/

Das Media Intelligence-Unternehmen Cision und die Canterbury Christ Church University führten eine Online-Befragung zur Nutzung und Wahrnehmung, der Einstellung und dem Verhalten gegenüber sozialen Medien von Journalistinnen durch. In Deutschland fanden 359 JournalistInnen Eingang in die Studienergebnisse. Die Befragung wurde zwischen Juli und September 2014 durchgeführt.

Fazit: Obwohl die eigenen Kenntnisse zu Social Media steigen, nutzen deutsche JournalistInnen die sozialen Medien vorwiegend passiv - vor allem zur Recherche. Fast drei Viertel der befragten deutschen JournalistInnen geben an, Social Media zur Recherche heranzuziehen. 64% sagen, es zum Networking zu benutzen und 60% verwenden die Social Media-Kanäle zum Veröffentlichen und Promoten. Das sind die häufigsten Nutzungen. Insgesamt nutzen 60% der JournalistInnen soziale Medien im Beruf.

Am häufigsten nutzen deutsche JournalistInnen soziale Netzwerke wie Facebook (83%), gefolgt von Content Communities (z.B. Wikipedia) mit 82% und Blogs (75%). Dahinter folgen professionelle soziale Netzwerke wie XING oder LinkedIn (74%) und audio-visuelle Sharing-Sites (Youtube etc., 69%) und Mikroblogs (z.B. Twitter) mit 68%.

Drei Viertel der befragten JournalistInnen geben an, bis zu zwei Stunden täglich mit sozialen Medien zu verbringen. Dabei verwenden Sie die Zeit auf den Social Media-Kanälen vor allem damit, Diskussionen über eigene Inhalte zu verfolgen (27%), eigene Kommentare in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen (22%), auf Kommentare anderer zu antworten oder Blogs zu lesen (je 17%).

43% der JournalistInnen sind bereits der Meinung, ohne soziale Medien könnten sie ihre Arbeit nicht mehr ausfüllen. 2012 waren dies nur 18%. Mehr als die Hälfte (52%) sind zudem der Ansicht, dass durch soziale Medien ihre Arbeit produktiver geworden wäre.

E-Mails dominieren die Kommunikation zwischen JournalistInnen und PR-Profis (77%). Soziale Medien liegen hinter dem Telefon an dritter Stelle der häufigsten Kommunikationskanäle zwischen Journalismus und PR. JournalistInnen wünschen sich dabei noch mehr Kontakt über soziale Medien. Die Skepsis gegenüber Social Media geht bei den JournalistInnen weiter zurück. Nur noch ein Viertel (24%) der JournalistInnen können als Social Media-"Skeptiker" (negative Einstellung und wenig aktiv) in ihrer Nutzung kategorisiert werden, im Jahr 2012 waren es noch 35%. Die größte Gruppe sind "Beobachter" (36%), also eher passive Nutzer, die noch relativ wenig Zeit in sozialen Medien verbringen, aber gute Kenntnisse besitzen.

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