Turning voters on? Effects of news frame exposure on voter mobilization in the 2008 Austrian elections

Autoren: Günther Lengauer und Iris Höller
Erschienen in: Mass Communication & Journalism, 2(11), 2012.

Diese empirisch-wissenschaftliche Analyse geht der Frage nach, ob die inhaltliche Rahmung des Wahlkampfes in den österreichischen Medien als „episodisches Spiel“ oder „negative Konfrontativität“ einen Einfluss auf die Mobilisierung der österreichischen Wählerschaft hat. Dazu werden die Inhaltsanalysen von Tageszeitungs- und TV-Nachrichten der Befragung der WählerInnen 2008 gegenübergestellt und analytisch kombiniert. Regressionsanalysen zeigen den statistischen Einfluss von Medienberichterstattungsinhalten auf die Aufmerksamkeit im Wahlkampf bzw. die Wahlbeteiligung.

Fazit: Zunächst zeigt die Inhaltsanalyse, dass die Medienberichterstattung im Nationalratswahlkampf 2008 eindeutig von Rahmungen eines „episodischen Spiels“ bzw. der „negativen Konfrontativität“ geprägt ist. Die Regressionsanalysen zeigen weiters, dass sowohl die Rahmung als „episodisches Spiel“ als auch der „negativen Konfrontativität“ die Aufmerksamkeit bzw. das Interesse am Wahlkampf bei den MediennutzerInnen steigert. Etwas anders verhält es sich bei der Wahlbeteiligung. Während die journalistische Rahmung als „episodisches Spiel“ keinen Einfluss auf die Mobilisierung der Wählerschaft hat, erhöht die „negative Konfrontativität“ eindeutig die Wahlbereitschaft der ÖsterreicherInnen. D.h. wer mehr mit „negativer Konfrontativität“ in der Wahlberichterstattung konfrontiert wird, der ist eher bereit auch an der Wahl teilzunehmen. Negativismus und Konfrontativität in der Berichterstattung mobilisieren also die WählerInnen, während reine Unterhaltungselemente des Wettkampfes nur das Interesse am Wahlkampf steigern, nicht jedoch die Wahlbereitschaft.

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