Social Media: Weihnachtsmann lässt Christkind alt aussehen

Autoren: Dr. Günther Lengauer, Mag. Andreas Hacker
Erschienen auf: www.commpass.at

(Innsbruck, 23. Dezember 2014). Zu den beiden beliebten Weihnachts-Testimonials gibt es in der Social Media Community einen klaren Sieger – den Weihnachtsmann. Über ihn wird auf Twitter, Facebook und Instagram deutlich mehr gesprochen als über das Christkind. Nicht nur das, er hat auch die aktivere und einflussreichere Community. Der Weihnachtsmann hat somit insgesamt die deutlich bessere Social Media Lobby. Das Christkind hingegen braucht dringend PR-Beratung!

In einer umfassenden Analyse hat das COMMPASS Institut für Kommunikations-Controlling für die letzten zwei Wochen vor Weihnachten erhoben, wieviel auf den wichtigsten Social Media Kanälen über den Weihnachtsmann bzw. das Christkind gesprochen und gepostet wird. Dazu wurden insgesamt knapp 25.000 Diskussionsbeiträge auf Twitter, Facebook und Instagram untersucht.

Mehr als sieben von zehn aller analysierten Posts (74%), die einen der beiden Weihnachts-Protagonisten nennen, entfallen auf den Weihnachtsmann. Nur ein Viertel (26%) aller Diskussionsbeiträge auf Social Media Kanälen geben dem Christkind den Vorzug. Während der Weihnachtsmann in den letzten zwei Wochen vor Weihnachten rund 29 Mio. Follower auf den Social Media Kanälen erreicht, kommt das Christkind auf ein Publikum von 9,5 Mio. Der Weihnachtsmann erreicht somit fast dreimal so viele Menschen über die sozialen Netzwerke wie das Christkind.

„Österreich ist die letzte Bastion des Christkindes in der Twitter-Community“, so Günther Lengauer vom COMMPASS Institut. Fast zwei Drittel der Tweets durch österreichische User (65%) entfallen auf das Christkind. Nur in Österreich verliert der Weihnachtsmann auf Twitter deutlich mit einem Anteil von nur 35%. „Im Rest der Welt befindet sich das Christkind in Bezug auf Social Media in einer veritablen Kommunikationskrise“, so Lengauer weiter. Selbst in Deutschland und der Schweiz dominiert der Weihnachtsmann ganz eindeutig auf Twitter. Dort entfallen jeweils rund drei Viertel der Tweets auf den Weihnachtsmann. Aus den USA stammen zwar insgesamt weniger Tweets zu den deutschsprachigen Weihnachts-Testimonials, das Christkind wird dabei auf Twitter aber mit einem Anteil von 50% verhältnismäßig sogar stärker promotet als in Deutschland oder der Schweiz.

Während auf Twitter und der Foto- und Video-Plattform Instagram der Weihnachtsmann drei Viertel der Präsenz der Weihnachts-Testimonials für sich beansprucht, punktet das Christkind vor allem noch auf Facebook. „Dort entfallen fast zwei Drittel (64%) der Posts auf das Christkind, während der Weihnachtsmann nur 36% der Diskussion erreicht“, so Andreas Hacker vom COMMPASS Institut.

Frauen posten insgesamt häufiger als Männer zu Weihnachtsmann und Christkind. 57 Prozent der Posts stammen von Frauen, nur 43 Prozent von Männern. Beide Geschlechter bevorzugen – wie in der Gesamtverteilung – jedoch eindeutig den Weihnachtsmann. Frauen geben ihm dabei mit einem Anteil von 76% noch etwas öfter den Vorzug als Männer (73%).

Zudem ist die Social Media Community des Weihnachtsmanns einflussreicher und aktiver als die des Christkinds. „Jeder Post, der zum Weihnachtsmann verbreitet wird, erreicht durchschnittlich 1.570 weitere Follower. Bei den Christkind-Aktivisten ist dieser Wert um fünf Prozent niedriger“, rechnet Günther Lengauer vor. Außerdem postet jeder Weihnachtsmann-Fan in den letzten zwei Wochen durchschnittlich 1,4-mal über ihn, während die Christkind-Vertreter das nur 1,2-mal tun.

 

Analyse-Struktur:

Die Analyse umfasst Posts und Tweets zu „Weihnachtsmann“ und „Christkind“, die weltweit auf öffentlichen Facebook-Profilen, auf Twitter und Instagram vom 8. Dezember 2014 bis zum 21. Dezember 2014 gepostet wurden (stündliche Abfragen, n=24.858 Posts).

Grafiken:

Im Anhang finden Sie zwei Überblicks-Grafiken mit den wichtigsten Untersuchungs-Ergebnissen im Überblick. Diese dürfen zur Weiterveröffentlichung verwendet werden.

Bildquelle:

Die Bilder, die in den Illustrationen verwendet werden, stammen von der Plattform pixabay.com und sind Public Domains, die frei bearbeitet und für beliebige Anwendungen kostenlos und ohne Nennung der Quelle verwendet werden können.

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